Gesunde Brote und Brötchen

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Mehl ist ein Nahrungsmittel dem wir heute ständig und überall begegnen. An jeder Ecke können wir Mehlprodukte kaufen. Im Supermarkt an den Backstationen, Bäckereien. Für wen ist es heutzutage noch ein Luxus bzw. Genuss ein Brötchen zu essen? Du kannst heute jeden Tag Brötchen essen. Ich erinnere mich noch an meine Kindheit, da gab es manchmal am Sonntag Brötchen zum Frühstück. Das war für die ganze Familie etwas Besonderes, ein Genuss, eine Freude. Diesen Genuss gibt es auch heute noch, ihr müsst nur anfangen eure Brote und Brötchen selber zu machen!

Was man übers Mehl wissen muss

Es gibt mehrere Mehltypen, wobei je höher die Zahl desto mehr Mineralien sind im Mehl noch enthalten:

z.B.: Weizen : 405, 550, 1050

Das Problem von diesem klassischen Mehl ist, dass es nicht aus dem vollen Weizenkorn gewonnen wurde. Dem Weizenkorn wird der Keimling entfernt (gerade das wo die vielen Vitalstoffe drin sind) und nur der Mehlkörper wird gemahlen. Das so entstandene Mehl ist nahezu unbegrenzt haltbar. Es steht hier nicht der gesundheitliche Nutzen für den Konsumenten an 1. Stelle, sondern der Nutzen für die Industrie: Billig, lang haltbar, lange Lagerzeiten

Bei langer Lagerung verliert das Mehl seine Vitamine. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass selbst gemahlene Hafer-Flocken nach kurzer Zeit bitter schmecken. Und sind zur Erkenntnis gekommen, dass ALLE abgepackten Haferflocken erhitzt sein müssen, da diese nicht bitter sind. Also ist es ein behandeltes Lebesmittel.

Am besten man macht sich keine Gedanken über die Mehltypen. Das natürlichste und vitaminreichste Mehl ist und bleibt: VOLLKORNMEHL. Da ist nichts entfernt worden. Es enthält den maximalen Vitalstoffgehalt und schmeckt sehr gut.

Das beste Mehl ist das was ich eben mit meiner Mühle gemahlen habe

„Ich habe aber keine Mühle!“- sagst du. Dann schaff dir eine an. Sage ich. Im Reformhaus kann man sich die Körner die man da kauft, auch mahlen lassen. So haben wir das bis vor ein Paar Monaten gemacht.

Im Reformhaus kann man sich die Körner die man da kauft, auch mahlen lassen

Aber gekauftes Vollkornmehl ist natürlich trotzdem besser als raffiniertes weißes Mehl. Bedenkt nur, dass schon gemahlenes Mehl schon länger in Regal auf euch warten muss, sicherlich ist es behandelt worden damit es so lange hält dadurch hat es hat viele Vitamine verloren.

Eine Getreidemühle ist  eine gute Investition.

 

Unsere Mühle

Unsere Mühle

 

Ihr habt es in der Hand, es ist eure Gesundheit ihr müsst dafür etwas tun. Nicht der Bäcker bzw. die Industrie ist für dich und deine Kinder verantwortlich sondern du selbst. Der Bäcker macht nur sein Geschäft und verkauft Billig-Brötchen zum teuren Preis. Anna hat letztens beim Bäcker etwas lustiges gemacht. Sie hat gesagt: „Ich hätte gern was Gesundes!“ Das Gesicht der Verkäuferin hätte ich gerne gesehen.

Backt euere Brötchen und Brote selbst. Und wenn es doch mal nicht anders geht, fragt beim Bäcker nach Vollkorn-Brötchen. Fragt mal nach warum die Vollkorn-Brötchen so heißen!

Kauft euch eine Getreidemühle, statt einem Smartphone. Ja die ist teuer, aber man hat nur eine Gesundheit und die ist unbezahlbar. Im Internet findet ihr viele Shops wo ihr Getreidekörner kaufen könnt. Malt euch euer Mehl für eure Brote selbst. Ihr habt dann das beste Mehl der Welt: euer eigenes!

Wenn ihr keine Zeit habt, fragt eure Mama, Oma, Opa, Tante ob sie für euch aus frisch gemahlenem Mehl Brot backt.

 

Selbst gebackenes Dinkelvollkornbrot

Selbst gebackenes Dinkelvollkornbrot

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 Und hier ist das einfache Rezept:

  • 1/4 frische Hefe
  • 2 TL Salz
  • 600 mL Wasser
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 30 g Leinsamen
  • 790 g Dinkel-Vollkornmehl (gekauft oder gemalen)

In einer GROßEN Schüssel Hefe in Wasser auflösen, Mehl, Salz, Samen dazu, gut verrüren. Mühlbeutel über die Schüssel ziehen. Übernacht in der Küche stehen lassen. Morgens diesen Teig gut abschlagen damit sich keine Luftblasen im Brot bilden. Brotform mit Oliveöl, Butter oder Butterschmalz(Ghee) ausstreichen. Teig in die Form füllen und sofort in den Ofen schieben. 40 min. backen.  Das mach ich manchmal morgens wenn ich die Kinder für die KITA fertig mache. Brot sofort aus der Form stürzen, sonst wird es feucht. Min 12. Stunden an der Luft stehen lassen, dann schneiden und einfrieren (wenn noch was da ist 😉

Aus dem gegangenem Teig kann man genauso gut Brötchen backen

Viel Spaß beim nachbacken wünschen euch Anna und Björn!

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